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Hanfseile – die unterschätzte Alternative

Hanfseile & Hanflongen kommen wieder mehr in den Trend. Die Naturseile haben große Vorteile, auch wenn sie zu den Kunstfaserseilen stark in der Konkurrenz stehen. Doch hier zieht das natürliche Produkt nicht den Kürzeren.

  1. Geschichte des Hanfanbaus
  2. Herstellungsprozess- von der Hanffaser zum Garn
  3. Vorteile von Hanfseilen gegenüber Kunststoffseilen
  4. Hanfseile für die Bodenarbeit bei Picadera

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Geschichte des Hanfanbaus

Aus den Stängelfasern der Hanfpflanze wurden schon in China um 2800 v. Chr. Hanfseile gefertigt. Dies macht Hanf zu eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt. Einige Zeit später, im Spätmittelalter, wurde Hanf von Russland bis Europa angebaut und zu der wichtigsten Industriepflanze. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert wurde die Hanffasern nicht nur zur Produktion von Equipment für Schiffe benutzt, sondern auch für Papier. Wegen der hohen Reißfestigkeit, Bruchkraft und Griffigkeit wurde die Pflanze zur Herstellung von Segeltüchern, Säcken oder Seilen verwendet. Doch mit der Zeit wurde der Hanf immer mehr von günstigeren Alternativen abgelöst. Segeltüchern wurden immer mehr aus Baumwolle gefertigt, während für Papier Holzfasern statt Hanffasern verwendet wurden. 

Doch erst nach den Weltkriegen wurde der Hanfanbau durch das Betäubungsmittelgesetz in Teilen Europas und somit in Deutschland unterbunden. Erst Ende des 20. Jahrhunderts wuchs das Interesse der Landwirtschaft und der Industrie größer, wodurch das Verbot aufgehoben wurde. Der Anbau von Hanf ist seit 1996 unter Auflagen in Deutschland wieder erlaubt. Trotz dessen bleibt Hanf ein Nischenprodukt, vor allem im Reitsport. Dies liegt auch daran, dass Kunststoffseile den Vorteil haben, dass sie günstiger sind und in ihrer Optik sehr variabel sind. 

Longe Canamo aus Hanf in Schwarz Silber von Picadera

Herstellungsprozess – von der Hanffaser zum Garn

Damit aus den Stengeln der Hanfpflanze ein Seil werden kann, gibt es zwei Verarbeitungsmöglichkeiten. Bei der sogenannten Wasserröste wird die Pflanze einige Tage in warmes Wasser gelegt, sodass sich die Fasern anschließend leichter lösen lassen. Alternativ kann die Pflanze auch mehrere Wochen in kaltes Wasser gelegt werden. Hierbei lösen sich die Pektine und folglich auch die Fasern im Stengel, die die Pflanze stabilisieren. 

Ein weiteres biologisches Röstverfahren ist die Tauröste, bei der die Stengel wie Heugarben aufgestellt werden und dann für mehrere Wochen oder Monate der Witterung ausgesetzt werden. Hierbei werden die Pektine durch Mikroorganismen aufgelöst, zum Beispiel bei hoher Luftfeuchtigkeit oder Regen. 

Bei der chemischen Röstung werden Pektine mit Hilfe von Chemie und Hitze von den Stengeln gelöst. 

Nachdem dieser Vorgang abgeschlossen ist, können die Fasern zu Garn versponnen werden. Die Reste der Hanfstengel werden bei der Entholzung zu sogenannten “Schäben”, die für weitere Zwecke, wie zum Beispiel als Tiereinstreu, Gartenmulch oder zur Dämmung verwendet werden können. Nasse Schäben können außerdem zu wertvollem Kompost verrotten. Die Herstellung von Hanffasern ist sehr nachhaltig, da alle Teile der Pflanze verwertet werden können. 


Hanfseil im Detail
Hanfseile & Hanflongen liegen durch ihre runde Flechtung besonders
angenehm in der Hand

Vorteile von Hanfseilen gegenüber Kunstfaserseilen

In erster Linie sind Naturfaserseile im Allgemeinen robuster und langlebiger. Sie haben eine hohe Griffigkeit und Widerstandsfähigkeit. Auch im Gegensatz zum Naturprodukt Baumwolle haben Hanfseile eine sehr gute Abriebfestigkeit und sind gleichzeitig nachhaltiger. Der Anbau eines Hanffeldes bringt dreimal mehr Ertrag als der Anbau von Baumwolle auf der gleichen Fläche. Des Weiteren verbraucht Baumwolle sehr viel Wasser beim Anbau. Kunststoffseile hingegen, sind nicht kompostierbar und können nur mit Chemie hergestellt werden.

Bodenarbeitsseil Canamo aus Hanf in Schwarz Gold von Picadera

Hanfseile nehmen weniger Wasser als Baumwollseile auf und verrotten nur, wenn sie andauernder Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Deshalb sollte man die Seile nicht den Launen der Witterung aussetzen und lieber an einem trockenen Ort lagern. 

Da Hanf acht Prozent seines Eigengewichts an Wasser aufnehmen kann, fühlt es sich trotz dessen nicht glitschig oder nass an und behält dadurch seine Griffigkeit. 

Ein weiterer Vorteil ist die Hitzebeständigkeit. Hanfseile sind schwer entflammbar. Diese Charakteristik kommt vor allem Pferdebesitzern*innen zugute: zieht das Pferd den Strick durch die Hand, ist die Gefahr für Brandblasen geringer als bei synthetischen Seilen. Diese erhitzen nämlich schneller bei Reibung. 

Hanfseile mit geringerer Dicke sind sehr biegsam, während Seile mit größerem Durchmesser besonders robust sind. Sie verhalten sich starrer als Kunststoffseile und werden deshalb vor allem bei der Bodenarbeit gerne genutzt, da das Hanfseil ruhiger in der Luft hängt. Somit können Hilfen gezielter eingesetzt und vom Pferd leichter verstanden werden. 

Mit der Zeit liegt das Hanfseil immer weicher in der Hand. 


Hanfseile für die Bodenarbeit bei Picadera

Bei Picadera gibt es rundgedrehte Hanfseile & Hanflongen, die durch ihre spezielle Flechtart angenehm in der Hand liegen. Statt eines Karabiners wird das Seil über eine Lederschnalle am Kappzaum, Knotenhalfter oder Halfter befestigt. Die Schnalle ist vor allem bei Pferden sinnvoll, die sehr sensibel auf das Gewicht eines Karabiners reagieren. Über die Lederschnalle verläuft die Hilfegebung ruhiger. Bei Bedarf kann allerdings auch ein Karabiner in diese eingehängt werden. Das Ende des Seils ist über eine Länge von zehn Zentimetern lederummantelt. Das Hanfseil hat eine Stärke von elf Zentimetern. Es gibt sie in der Länge von sechs Metern für die Bodenarbeit oder Arbeit an der Hand und in acht Metern, perfekt für das Longieren. Alternativ zur braunen Lederoptik bietet Picadera das Seil auch in schwarzem Leder an. Die Schnallen sind gold- und silberfarben erhältlich.


Pferd mit Kappzaum und Hanfseil
Die Hanfseile bei Picadera werden über eine Lederschnalle befestigt

Viele Gründe zum Begeistern

Hanfseile & Hanflongen überzeugen durch ihre hohe Nachhaltigkeit, Widerstandsfähigkeit und Hitzebeständigkeit. Sie sind ressourcenschonend und bieten ein optimales Kommunikationstool zwischen Pferd und Reiter*in, aufgrund der geringeren Flexibilität im Vergleich zu synthetischen Seilen. 



Finde das perfekte Hanfseil für deinen Kappzaum:

Katharina Laier
Katharina Laier

Hallo, ich bin Katharina Laier und studiere zur Zeit Medien - und Kommunikationsmanagement. Mit sieben Jahren habe ich mit dem Voltigieren angefangen und meine erste Erfahrungen im Umgang mit Pferden gemacht. Ein paar Jahre später bin ich in den Westernreitsport eingestiegen. Schon immer habe ich von einem eigenen Pferd geträumt, bis mir meine Eltern 2012 meinen Traum erfüllt haben. Seitdem begleitet mich meine 11-jährige Quarter Horse Stute Paula. Mit ihr zusammen habe ich schon viele Herausforderungen überwunden. Vor allem hat sie mir gezeigt, was es heißt konsequent zu bleiben und lösungsorientiert zu arbeiten.

Foto: Sara Freischlag

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