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Praxistipps für den Kauf eines Pferdes in Spanien – Teil 1: Recherche & Besuch vor Ort

Die iberischen Pferderassen begeistern weltweit nicht nur durch ihre Eleganz, ihr Temperament, ihre ausgesprochen vielseitigen Einsatzbereiche, sondern auch durch ihren besonders menschenbezogenen Charakter die internationale Reiterwelt. Aus diesem Grund beschließen immer mehr Menschen, sich ein Pferd direkt aus Spanien oder Portugal zu kaufen. Vielleicht hast ja auch du diesen Gedanken oder Wunsch, dir ein spanisches Pferd zu kaufen? Dann kann ich dir eventuell durch ein paar meiner Erfahrungen und hilfreichen Praxistipps rund um das Thema spanisches Pferd kaufen weiterhelfen.


Auf der Suche…

Zunächst erfolgt grundsätzlich die Suche beziehungsweise die Recherche nach DEINEM spanischen Traumpferd. Inzwischen gibt es unzählige Anbieter, welche sich auf den Verkauf und die Übermittlung von spanischen Pferden spezialisiert haben. Aber VORSICHT! Nicht alle anfänglich angebotenen Pferde stehen tatsächlich zum Verkauf und vermeintliche Verkaufsanzeigen sind oft irreal. Deshalb solltest du besonders darauf achten, ob es sich bei den Anbietern um seriöse Kontakte handelt. Dies kannst du durch persönliche Kontaktaufnahmen via Telefon oder Videochats am einfachsten herausfinden. Versuche, möglichst viele Informationen im Vorhinein bezüglich des Verkäufers, aber natürlich auch hinsichtlich deines spanischen Traumpferdes zu erhalten. Wurdest du bei deiner Internetrecherche nach einem speziellen Pferd nicht fündig, kann es auch sehr sinnvoll sein, sich einem seriösen Verkäufer anzuvertrauen und ihm anhand deiner Vorstellungen zu schildern, welches Pferd du genau suchst. Dafür ist es sehr hilfreich, wenn du dir schon im Vorhinein Gedanken machst, welche Eigenschaften dein spanisches Traumpferd mitbringen sollte, welchen Ausbildungsstand, sowie welche Reitweise du bevorzugst. Auch Rassen und Äußerlichkeiten (Farbe, Größe, Alter) spielen dabei natürlich eine zentrale Rolle. So gibt es in Spanien natürlich nicht nur die klassisch vertretene Linie der PREs (Pura Raza Española) sondern auch unzählige Mischungen, sogenannte Cruzados oder auch Andalusier genannt, wie auch die eigentlich portugiesische Pferderassen der PRL (Pura Raza Lusitano) und PSL (Puro Sangue Lusitano).


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Ist das spanische Traumpferd gefunden?

Hast du nun ein Pferd gefunden, das deinen Vorstellungen entspricht, versuche so viele Informationen, Fotos und Videos wie möglich zu erhalten. Hilfreich kann auch sein, sich die Fotos und Videos mit dem oder der eigenen Reitlehrer*in anzusehen und gemeinsam zu besprechen. Schon bei der Videoansicht sollten wichtige Eckpunkte berücksichtigt werden.

  • Taktreine Gangarten
    • also Videos in allen Gangarten
  • Bewegungsablauf geritten und im Freilauf
  • Zustand des Pferdes
    • Zähne
    • Muskulatur
    • Rücken
    • Beine
    • Hufe
    • Impfungen
  • Achte auf die Reitweise und das Equipment
    • Viele Pferde in Spanien werden mit Serreta und oder Kandare ausgebildet. Kannst bzw. möchtest du mit Kandare reiten? (siehe auch Teil 2 – Transport & Ankunft in Deutschland)
  • Mögliche Unarten
    • Headshaken, Treten, Beißen

Klassische spanische Kandare am Pferdemaul bei Picadera

Und nun musst du stark sein. Auch wenn du alle diese zuvor benannten Punkte befolgst und dein Traumpferd anhand der Videos, Fotos und Erzählungen des Verkäufers schon fast ausgewählt hast, solltest du dir immer noch ein paar Alternativen ansehen. Denn es kann passieren, dass du in Spanien vor deinem zuvor auserwählten vermeintlich perfekten Traumpferd stehst und ihr einfach nicht zusammenpasst. Es kann sein, dass sich der Charakter oder die Bewegung des Pferdes trotz wahrheitsgemäßer Beschreibungen nicht wie erwünscht anfühlen und somit kein „Funke“ überspringt. Aus diesem Grund ist es von Vorteil, wenn du dich nicht zu Beginn deiner Suche auf nur ein einziges Pferd fokussierst, sondern dir mehrere unterschiedliche Pferde genauer ansiehst.


Besuch vor Ort – ab nach Spanien…

Wie du schon im vorherigen Abschnitt lesen konntest, ist es gar nicht so leicht sein Traumpferd in Spanien zu finden beziehungsweise zu kaufen. Deshalb rate ich dir auch, dein(e) Wunschpferd(e) in Spanien vor Ort zu besuchen, in dessen bisherigem Umfeld kennenzulernen und zu reiten. Zum einen kannst du dabei ausprobieren, ob ihr wirklich zusammenpasst und zum anderen ist es eine schöne und sehr interessante Erfahrung, das mögliche zukünftige Pferd in seiner ursprünglichen Heimat zu sehen und zu reiten. Die erste Begegnung und der erste Kontakt mit deinem künftigen spanischen Pferd ist somit schon das erste gemeinsame Erlebnis und wird dir auf ewig in Erinnerung bleiben. Zudem ist es eine gute Chance, das Leben der spanischen Pferde aus einer anderen Perspektive kennenzulernen und zu verstehen. So kannst du auch vor Ort prüfen, wie dein Pferd geritten wurde beziehungsweise wird und auf was du achten musst, wenn es zu dir nach Hause kommt. Oft bieten dir Verkäufer vor Ort (kostenlose) Übernachtungsmöglichkeiten an, um verschieden Verkaufspferde über mehrere Tage kennenlernen, begleiten und reiten zu können.

Nutze diese Chance und teste dich und das Pferd in verschiedenen Situationen:

  • Bodenarbeit
    • Manier beim Putzen und Satteln: Manche spanischen Pferde sind beispielsweise im Hufe geben nicht sehr erprobt!
    • Gemeinsames Spazierengehen: Achtet das Pferd auf dich? Wie nimmt es seine Umgebung wahr?
    • Longieren: Kennt das Pferd Longenarbeit?
    • Freiarbeit: Zeigt sich das Pferd eher neugierig oder ängstlich und nervös?
    • Reaktion auf andere Pferde: Auch Herdenverhalten abfragen, falls du es bei dir zuhause in eine Herde integrieren möchtest
  • Reiten
    • Auf dem Platz
    • Wenn möglich auch in einer Reithalle: Viele Pferde aus Spanien kennen keine Reithallen und können deshalb aufgrund der Hallentwicklung nervös, vorsichtig oder ängstlich sein!
    • Im Gelände: Gehe an Straßen, Äckern etc. Konfrontiere es mit anderen Tieren – vor allem wenn du selbst beispielsweise einen Hund als Reitbegleiter einsetzen möchtest

In Spanien zum Pferdekauf bei Picadera

Ein weiteres sehr wichtiges Argument für einen Kauf direkt in Spanien ist, dass du vor Ort bei der Ankaufsuntersuchung dabei sein und dich mit dem zuständigen Tierarzt absprechen kannst.

Grundsätzlich empfehle ich, eine große Ankaufsuntersuchung vornehmen zu lassen (Kosten liegen in etwa je nach Tierarzt und Region zwischen 300 und 400 Euro). Dies kann dir auch bei einer möglichen späteren Pferdeversicherung (z.B. Transport-, Lebens-, OP-Versicherung etc.) zugutekommen, da du hierfür oft mehrere unterschiedliche Röntgenbilder benötigst. Auch solltest du gemeinsam mit dem Tierarzt den Pferdepass überprüfen.

Folgende Kriterien sind dabei wichtig:

  • Stimmt die Lebensnummer mit dem Chip überein?
  • Welchen Pass besitzt dein ausgewähltes Pferd?
    • Roter Pass mit Abstammungsnachweis: Dort kannst du erkennen, ob dein Pferd reinrassig ist und z.B. ein reiner PRE, Lusitano oder Menorquin ist – dabei kannst du auch mehrere Informationen über Ancce einholen.
    • Grüner Pass ohne Rassenachweis: bei Cruzados bzw. Andalusiern unterschiedlicher Rassenkombinationen
  • Stimmen die eingetragenen Merkmale überein?
    • Bei spanischen Pferdepässen ist auch oftmals ein Foto des Pferdes integriert.
  • Stimmt das Alter?
  • Sind Impfungen vermerkt?
    • Für den Transport sind je nach späterem Einreiseland unterschiedliche Impfungen notwendig!

Bei Unsicherheiten ist es auch ratsam, Kontakt mit einem vertrauten heimischen Tierarzt aufzunehmen und diesem bei der Ankaufsuntersuchung entstandene Dokumente und Röntgenbilder zur Ansicht und Einschätzung weiterzuleiten. In der Regel erfolgt eine kurze Einschätzung meist kostenlos.


Gesucht, gefunden…gekauft!

Konntest du anhand der zuvor aufgeführten Auswahlkriterien ein Traumpferd finden, steht nun die Unterzeichnung des Kaufvertrages an. Dabei ist wichtig, dass dieser in einer dir verständlichen Sprache verfasst ist. Kompromisshalber greifen daher viele spanische Pferdeverkäufer zu Verträgen in englischer Sprache. Solltest du damit Verständnisprobleme haben, ist es hilfreich, eine vertrauenswürdige Kontaktperson, welche Englisch oder Spanisch spricht, miteinzubeziehen. Eine kurze Weiterleitung eines Fotos des Vertrages mit anschließender Übersetzung bewahrt dich vor bösen Überraschungen. Weitere wichtige Punkte bei Vertragsunterzeichnung gilt es zu bedenken:

  • Welche Zahlungsmethode wird vereinbart (eventuell mit Käuferschutz)?
  • Wo und wie lange wird das Pferd bis zu seiner Abreise untergebracht?
    • Fallen dabei zusätzliche Kosten an?
    • Sind Hufschmied- oder tierärztliche Versorgungen bis dahin notwendig?
    • Was passiert im Falle einer Verletzung oder gar bei Tod des Pferdes (Wer haftet)?

Checkliste beim Kauf des spanischen Pferdes bei Picadera

Konntest du auch diese Punkte mit dem Verkäufer einvernehmlich abklären, steht deinem Kauf nun nichts mehr im Weg. Noch ein kleiner Tipp aus eigenen Erfahrungen: Es ist besonders schön, wenn du erst wieder in Deutschland bist und auf dein Traumpferd sehnsüchtig wartest, durch Fotos, Videos und Erzählungen über deinen Liebling auf dem Laufenden gehalten zu werden. Denn die Wartezeit kann sich je nach Transportunternehmen möglicherweise in die Länge zu ziehen (siehe auch Pferd in Spanien kaufen Teil 2 – Transport).

Nun konntest du in etwa erfahren, welche Kriterien beim Kauf eines Pferdes aus Spanien schon im Vorhinein während der Suche und auch bei der anschließenden Besichtigung wichtig sein können. In meinem zweiten Teil dieser Serie “Transport & Ankunft in Deutschland” erfährst du, wie du den Transport deines Spaniers und die Eingewöhnung organisieren, gestalten und vorbereiten kannst. Auch wichtige Informationen bezüglich der Umstellung deines Pferdes werden dir darin erklärt.


Entdecke das passende Equipment für deinen iberischen Liebling

Julia Neulinger
Julia Neulinger

Mein Name ist Julia Neulinger und ich bin 29 Jahre alt. Bereits seit meinem dritten Lebensjahr verbringe ich meine Freizeit am liebsten mit Pferden und im Sattel. Diese Passion verschaffte mir von 2007 bis 2019 die Möglichkeit, ein ganz besonderes Pferd an meiner Seite zu haben und mich gemeinsam mit meiner Trakehner Stute weiterentwickeln zu können. Trotz der für Arbeitsreitweisen untypischen Pferderasse, verfiel ich bereits 2008 der Begeisterung für die Reitdisziplin der Working Equitation. Die Kombination unterschiedlicher Schwerpunkte mit Augenmerk auf die verschiedenen ursprünglichen Arbeitsreitweisen und dem Verständnis des Pferdes als Partner lassen sich nur schwer in anderen Reitsportdisziplinen finden und bestätigen mich immer wieder erneut, daran anzuknüpfen. Aus diesem Grund entschloss ich mich, nach dem Tod meiner Stute, einen Doma Vaquera gerittenen Lusitano-Cruzado Wallach aus Spanien zu kaufen. Diesen bilde ich nun dahingehend weiter aus, um im nächsten Jahr mit ihm gemeinsam an Working Equitation Turnieren teilnehmen zu können.

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